Erntedank

Der Gott des Lebens segne uns.
Er schenke uns Tag für Tag, was wir brauchen.
Jesus Christus zeige uns, wie wir füreinander da sein
und einander zum Segen werden können.
Der Heilige Geist halte in uns die Gabe der Dankbarkeit wach,
dass wir jeden Tag aufs Neue Gott und den Menschen danken können.
Amen
Erntedank (Foto: Pixabay)


Jedes Jahr wieder feiern wir das Erntedankfest.
Wir danken Gott, dass er Getreide und Früchte wachsen und reifen lässt und wir versorgt sind.
Das ist nicht selbstverständlich. Damit eine Ernte gelingt und Früchte geerntet werden können, braucht es – nebst viel Arbeit natürlich – auch gute Wetterbedingungen. Wir merken das besonders, wenn es zum Beispiel grosse Hitze oder starke Gewitter gibt. Am Erntedank, oder der «Sichlete», wie das Fest hierzulande heisst, steht der Dank für Gottes Gaben im Vordergrund.Dankbar sein, das hat auch immer etwas damit zu tun, dass wir nicht über alles, was in unseren Leben geschieht, verfügen.

Auch sonst im Leben gibt es Vieles, das wir nicht beeinflussen können. Nicht immer verläuft unser Leben so, wie wir uns das vorgestellt haben.

Eine Haltung der Dankbarkeit kann helfen, das anzunehmen. Und wir können sie auch in unserem Alltag immer wieder üben. Manchmal hilft es dabei, Kleinigkeiten wahrzunehmen, die unseren Alltag erleichtern. Ein duftender Kaffee am Morgen, eine warme – oder an besonders heissen Tagen eine kalte – Dusche. Dinge, die uns Freude machen, wenn wir sie sehen, wie eine besonders schöne Blume oder ein Sonnenstrahl, der sich durch den Frühnebel drängt und die Natur in ein warmes Licht taucht. Menschen, die uns begegnen, auf die wir uns verlassen können und die uns gerne haben. Ein aufmunterndes Lächeln oder eine helfende Hand, wenn wir es gerade brauchen.

«Dankbarkeit» wird auch im Sichlete-Gottesdienst im «Frienisberg – üses Dorf» am 11. September das Thema sein. Eine Besonderheit in diesem Gottesdienst wird die musikalische Begleitung der Nachtstärn-Örgeler sein, auf die wir uns freuen dürfen. Ausserdem werden wir aus den Erzählungen eines Bewohners hören, wie er Dankbarkeit in seinem Leben erfahren hat und weitergeben kann.

Ich freue mich, Sie an diesem Gottesdienst begrüssen zu dürfen.

Ihre Pfarrerin Salome Graber