Zusammen unterwegs sein


Mutter-Tochter Tag 2025 (Foto: Muriel Zenger)

Schon bald sind es zwei Jahre, seit ich meine Arbeit im Bereich der freiwilligen Kinder- und Jugendarbeit der Kirchgemeinde Seedorf starten durfte. Mich fasziniert, wie ich in meiner Arbeit mit Menschen aus unterschiedlichen Generationen und verschiedenen Lebenswelten unterwegs bin.

Einmal bin ich mit Kindern – gross und klein – unterwegs: sei es am Ostersamstag, am Kirchenplatzfest oder an der Herbstparty, wo Spiel und Spass im Zentrum stehen. Letztes Jahr durfte ich den Hütedienst und die Herbstparty gemeinsam mit Freiwilligen aus dem KEK-Angebot (Kinder & Jugendliche erleben Kirche) planen und umsetzen. Es war genial zu sehen, wie diese jungen Menschen aus sich herauskamen und in ihrer Leiterfunktion richtig aufblühten!

Ein andermal bin ich bei den Jugendlichen im Konflager oder bei den jungen Erwachsenen in der JKS (Junge Kirche Seedorf) dabei. Dort beschäftigen wir uns mit dem Glauben und damit, welche Auswirkungen er auf unser Leben hat. Zu sehen, wie die Jugendlichen im Konflager zusammenleben, lachen und lernen, war ein echtes Highlight. In der JKS genossen wir letzten Sommer einen Brätliabend mit viel Gelächter, spannenden Diskussionen und feierten gemeinsam einen Gottesdienst.



Immer wieder darf ich auch im TEENS (ein Angebot der Jungschar Benaja) dabei sein und gemeinsam mit den Jugendlichen sowie dem Leitungsteam Abenteuer erleben – wie zum Beispiel die hauseigene Theaterproduktion im Mai letzten Jahres.

Und dann durfte ich am Mutter-Tochter-Tag sogar generationenübergreifend mit einer kleinen Gruppe wortwörtlich unterwegs sein. Mit drei Mutter-Tochter-Duos und meiner eigenen Mutter waren wir auf einem Alpaka-Spaziergang, haben zusammen gegessen, Spiele gespielt und uns über Themen ausgetauscht, die im Alltag vielleicht manchmal zu kurz kommen. Es herrschte eine entspannte Atmosphäre und wir durften alle in dieser gemütlichen Gemeinschaft ein wenig auftanken.

Im Hintergrund all dieser Angebote stehen Sitzungen und Treffen mit Menschen – meist aus älteren Generationen –, denen die Jugend sehr am Herzen liegt. Immer wieder setzen wir uns gemeinsam damit auseinander, wie wir Angebote schaffen können, in denen sich Kinder und Jugendliche wohlfühlen, sie selbst sein können und sich offen mit Lebens- und Glaubensfragen auseinandersetzen dürfen.

Es ist für mich ein grosses Privileg, mit all diesen Menschen unterwegs zu sein. Einige sind jung, andere älter – und doch sind es alles Menschen mit Wünschen, Träumen und eigenen Überzeugungen darüber, wie sie ihr Leben gestalten wollen. Genau das bedeutet für mich Kirche sein: mit Menschen aus verschiedenen Generationen und Lebenswelten auf einem gemeinsamen Weg unterwegs sein, diesen Weg gemeinsam gehen und einander ermutigen und unterstützen.

Muriel Zenger, Mitarbeiterin für Kinder- und Jugendarbeit